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    <dct:available>2024-01-01</dct:available>
    <dc:description>unspecifiedPhosphor (P) ist ein wesentlicher N&#228;hrstoff f&#252;r die Prim&#228;rproduktion in aqautischen &#214;kosystemen, aber &#252;berm&#228;&#223;iger P Eintrag kann zur Eutrophierung dieser &#214;kosysteme f&#252;hren. Wie P in Sedimenten gebunden ist, wirkt sich auf dessen Bioverf&#252;gbarkeit aus. Unter reduzierenden, sulfid-freien Bedingungen kann das eisenhaltige Phosphatmineral Vivianit eine wesentliche Rolle bei der P-Bindung in K&#252;stensedimenten spielen und somit die Wasserqualit&#228;t positiv beeinflussen. Trotz der Bedeutung von Vivianit f&#252;r die Regulierung der P-Verf&#252;gbarkeit in K&#252;stensedimenten sind die in-situ Bildung, Zusammensetzung und Stabilit&#228;t von Vivianit nur unzureichend untersucht. In dieser Doktorarbeit wurden Feldexperimente mit einer Laborstudie kombiniert, um die Bildungs- und Umwandlungsprozesse von Vivianit in gezeitenbeeinflussten Sedimenten und den Einfluss der isomorphen Substitution auf diese Prozesse aufzudecken. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Einblicke in die Prozesse des P-Kreislaufs in K&#252;stensedimenten und sind bedeutend f&#252;r die Entwicklung industrieller Anwendungen, die darauf abzielen, den anthropogenen P-Kreislauf zu schlie&#223;en.   Im ersten Teil der Arbeit wurde eine Methode entwickelt, bei der isotopisch 57Fe-markiertes Ferrihydrit mit dem Sediment vermischt wurde, um die Vivianitbildung in-situ in gezeitenbeeinflussten Sedimenten zu verfolgen. Mit dieser Methode konnte gezeigt werden, dass sich Vivianit innerhalb von sieben Wochen in gezeitenbeeinflussten Sedimenten mit g&#252;nstigen geochemischen Bedingungen bilden kann. Die Adsorption von Phosphat an Ferrihydrit war ein wesentlicher Vorl&#228;ufer f&#252;r die Bildung von Vivianit. Die reduktive Aufl&#246;sung des Ferrihydrits bildete wahrscheinlich lokale Bedingen, welche n&#246;tig waren, um die Vivianitbildung auszul&#246;sen. W&#228;hrend das gebildete Vivianit nur ein kleiner Teil des Eisen (Fe)-Pools war (bis zu 15%), machte es bis zu 72% des P-Pools aus basierend auf st&#246;chiometrischen Berechnungen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Vivianit eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der P-Retention in K&#252;stensedimenten spielen kann.   In der Umwelt enth&#228;lt Vivianit h&#228;ufig andere zweiwertige Kationen, wie Mangan (Mn) und Magnesium (Mg), die in der Kristallstruktur Fe ersetzen. Im zweiten Experiment wurde untersucht, ob Mn oder Mg bei unterschiedlichen Salzgehalten bevorzugt eingebaut wird und wie die isomorphe Substitution die Kristallstruktur und Morphologie ver&#228;ndert. Die Synthese von neunzehn Vivianiten mit unterschiedlichen Mn- und/oder Mg-Konzentrationen bei verschiedenen Salzgehalten ergab, dass bei niedriger Ionenst&#228;rke sowohl Mn als auch Mg Fe in der Kristallstruktur gleichwertig ersetzen k&#246;nnen, wobei Mn bei h&#246;herer Ionenst&#228;rke bevorzugt wurde. Vivianit weist zwei unterschiedliche Fe-Atompositionen auf. Die Substitution von Fe durch Mn und/oder Mg fand vorzugsweise an der Atomposition statt, welche Elektronentransfer ausf&#252;hren kann, wodurch Vivianit gegen Oxidation stabilisiert wird. Somit kann sich die isomorphe Substitution wahrscheinlich direkt auf das Oxidationsverhalten von Vivianit auswirken. Au&#223;erdem f&#252;hrte die isomorphe Substitution zu kleineren, raueren Kristallen mit geringerer Kristallinit&#228;t. Diese beobachteten Ver&#228;nderungen k&#246;nnten sich auf die Reaktivit&#228;t von Vivianit in der Umwelt auswirken, weshalb die isomorphe Substitution bei der Untersuchung der Reaktivit&#228;t von Vivianit ber&#252;cksichtigt werden sollte.   Umweltver&#228;nderungen, einschlie&#223;lich des Anstiegs des Meeresspiegels, k&#246;nnten die Bildung von Sulfid in derzeit nicht sulfidischen Sedimenten, die Vivianit enthalten, verst&#228;rken und zu thermodynamisch instabilen Bedingungen f&#252;r Vivianit f&#252;hren. Das letzte Experiment untersuchte die in-situ Stabilit&#228;t von unsubstituiertem und Mn-Mg-substituiertem Vivianit, gemischt mit Meeressand und mit oder ohne die Zugabe von Kalziumkarbonat. Die Mischungen wurden 56 Tage lang in zwei Gezeitenzonen inkubiert, von denen ein Standort eine niedrige und der andere eine hohe Sulfidkonzentration aufwies. Die Inkubation von unsubstituiertem und Mn-Mg-substituiertem Vivianit bei unterschiedlichen Sulfidkonzentrationen ergab eine teilweise Aufl&#246;sung von Vivianit, die durch die isomorphe Substitution deutlich verst&#228;rkt wurde. Der gr&#246;&#223;te Teil der verbleibenden Mineralphase wurde weiterhin als Vivianit charakterisiert, was darauf hindeutet, dass ein Teil des Vivianits &#252;ber die Versuchsdauer erhalten blieb. Bei niedrigen Sulfidkonzentrationen war Gr&#252;ner Rost das Hauptumwandlungsprodukt, das wahrscheinlich einen Teil des freigesetzten Phosphats adsorbierte. Bei hohem Sulfidgehalt dominierte die Bildung von Fe-Sulfidmineralen, welche aufgrund der geringen Sorptionskapazit&#228;t f&#252;r Phosphat zu einem erh&#246;hten P-Verlust f&#252;hrte. Ein erh&#246;htes Sorptionspotenzial f&#252;r Phosphat durch die Zugabe von Kalziumkarbonat k&#246;nnte den Phosphatverlust geringf&#252;gig verringern. Diese Ergebnisse zeigen, dass vivianithaltige Sedimente als Quelle f&#252;r bioverf&#252;gbares Phosphat dienen k&#246;nnen, wenn sich die geochemischen Bedingungen &#228;ndern.   Diese Arbeit liefert neue experimentelle Ans&#228;tze zur Untersuchung und Quantifizierung von Umwandlungs- und Bildungsprozessen von Vivianit. Die Ergebnisse zeigen eine schnelle in-situ Bildungskinetik, w&#228;hrend die Aufl&#246;sung von Vivianit unter den untersuchten Bedingungen langsam verl&#228;uft. Die schnelle in-situ Bildungskinetik deutet darauf hin, dass die Vivianitbildung die P-Retention in Umgebungen mit sowohl schwankenden als auch stabilen geochemischen Bedingungen regulieren kann. Die Ver&#228;nderungen der Kristallstruktur und -morphologie durch isomorphe Substitution erh&#246;hten das Ausma&#223; der Aufl&#246;sung und Umwandlung des Vivianits. Aufgrund der langsamen in-situ Aufl&#246;sung k&#246;nnte Vivianit bei kurzfristigen Umweltst&#246;rungen eine stabile P-Retentionsphase darstellen. Langfristig destabilisierende Bedingungen k&#246;nnten jedoch zu einer vollst&#228;ndigen Aufl&#246;sung f&#252;hren und die P-Retentionskapazit&#228;t des Sediments schw&#228;chen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Vivianit als P-Retentionsphase in salzarmen K&#252;stensedimenten, k&#246;nnten aber auch f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Bildungs- und Umwandlungsprozessen von Vivianit in anderen Umweltsystemen, wie limnischen Sedimenten und B&#246;den in Feuchtgebieten, von Bedeutung sein. Dar&#252;ber hinaus haben diese Ergebnisse Auswirkungen auf andere Forschungsbereiche, wie die Gew&#228;ssersanierung und die industrielle P-R&#252;ckgewinnung. </dc:description>
    <dc:description>unspecifiedPhosphor (P) ist ein wesentlicher N&#228;hrstoff f&#252;r die Prim&#228;rproduktion in aqautischen &#214;kosystemen, aber &#252;berm&#228;&#223;iger P Eintrag kann zur Eutrophierung dieser &#214;kosysteme f&#252;hren. Wie P in Sedimenten gebunden ist, wirkt sich auf dessen Bioverf&#252;gbarkeit aus. Unter reduzierenden, sulfid-freien Bedingungen kann das eisenhaltige Phosphatmineral Vivianit eine wesentliche Rolle bei der P-Bindung in K&#252;stensedimenten spielen und somit die Wasserqualit&#228;t positiv beeinflussen. Trotz der Bedeutung von Vivianit f&#252;r die Regulierung der P-Verf&#252;gbarkeit in K&#252;stensedimenten sind die in-situ Bildung, Zusammensetzung und Stabilit&#228;t von Vivianit nur unzureichend untersucht. In dieser Doktorarbeit wurden Feldexperimente mit einer Laborstudie kombiniert, um die Bildungs- und Umwandlungsprozesse von Vivianit in gezeitenbeeinflussten Sedimenten und den Einfluss der isomorphen Substitution auf diese Prozesse aufzudecken. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Einblicke in die Prozesse des P-Kreislaufs in K&#252;stensedimenten und sind bedeutend f&#252;r die Entwicklung industrieller Anwendungen, die darauf abzielen, den anthropogenen P-Kreislauf zu schlie&#223;en.   Im ersten Teil der Arbeit wurde eine Methode entwickelt, bei der isotopisch 57Fe-markiertes Ferrihydrit mit dem Sediment vermischt wurde, um die Vivianitbildung in-situ in gezeitenbeeinflussten Sedimenten zu verfolgen. Mit dieser Methode konnte gezeigt werden, dass sich Vivianit innerhalb von sieben Wochen in gezeitenbeeinflussten Sedimenten mit g&#252;nstigen geochemischen Bedingungen bilden kann. Die Adsorption von Phosphat an Ferrihydrit war ein wesentlicher Vorl&#228;ufer f&#252;r die Bildung von Vivianit. Die reduktive Aufl&#246;sung des Ferrihydrits bildete wahrscheinlich lokale Bedingen, welche n&#246;tig waren, um die Vivianitbildung auszul&#246;sen. W&#228;hrend das gebildete Vivianit nur ein kleiner Teil des Eisen (Fe)-Pools war (bis zu 15%), machte es bis zu 72% des P-Pools aus basierend auf st&#246;chiometrischen Berechnungen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Vivianit eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der P-Retention in K&#252;stensedimenten spielen kann.   In der Umwelt enth&#228;lt Vivianit h&#228;ufig andere zweiwertige Kationen, wie Mangan (Mn) und Magnesium (Mg), die in der Kristallstruktur Fe ersetzen. Im zweiten Experiment wurde untersucht, ob Mn oder Mg bei unterschiedlichen Salzgehalten bevorzugt eingebaut wird und wie die isomorphe Substitution die Kristallstruktur und Morphologie ver&#228;ndert. Die Synthese von neunzehn Vivianiten mit unterschiedlichen Mn- und/oder Mg-Konzentrationen bei verschiedenen Salzgehalten ergab, dass bei niedriger Ionenst&#228;rke sowohl Mn als auch Mg Fe in der Kristallstruktur gleichwertig ersetzen k&#246;nnen, wobei Mn bei h&#246;herer Ionenst&#228;rke bevorzugt wurde. Vivianit weist zwei unterschiedliche Fe-Atompositionen auf. Die Substitution von Fe durch Mn und/oder Mg fand vorzugsweise an der Atomposition statt, welche Elektronentransfer ausf&#252;hren kann, wodurch Vivianit gegen Oxidation stabilisiert wird. Somit kann sich die isomorphe Substitution wahrscheinlich direkt auf das Oxidationsverhalten von Vivianit auswirken. Au&#223;erdem f&#252;hrte die isomorphe Substitution zu kleineren, raueren Kristallen mit geringerer Kristallinit&#228;t. Diese beobachteten Ver&#228;nderungen k&#246;nnten sich auf die Reaktivit&#228;t von Vivianit in der Umwelt auswirken, weshalb die isomorphe Substitution bei der Untersuchung der Reaktivit&#228;t von Vivianit ber&#252;cksichtigt werden sollte.   Umweltver&#228;nderungen, einschlie&#223;lich des Anstiegs des Meeresspiegels, k&#246;nnten die Bildung von Sulfid in derzeit nicht sulfidischen Sedimenten, die Vivianit enthalten, verst&#228;rken und zu thermodynamisch instabilen Bedingungen f&#252;r Vivianit f&#252;hren. Das letzte Experiment untersuchte die in-situ Stabilit&#228;t von unsubstituiertem und Mn-Mg-substituiertem Vivianit, gemischt mit Meeressand und mit oder ohne die Zugabe von Kalziumkarbonat. Die Mischungen wurden 56 Tage lang in zwei Gezeitenzonen inkubiert, von denen ein Standort eine niedrige und der andere eine hohe Sulfidkonzentration aufwies. Die Inkubation von unsubstituiertem und Mn-Mg-substituiertem Vivianit bei unterschiedlichen Sulfidkonzentrationen ergab eine teilweise Aufl&#246;sung von Vivianit, die durch die isomorphe Substitution deutlich verst&#228;rkt wurde. Der gr&#246;&#223;te Teil der verbleibenden Mineralphase wurde weiterhin als Vivianit charakterisiert, was darauf hindeutet, dass ein Teil des Vivianits &#252;ber die Versuchsdauer erhalten blieb. Bei niedrigen Sulfidkonzentrationen war Gr&#252;ner Rost das Hauptumwandlungsprodukt, das wahrscheinlich einen Teil des freigesetzten Phosphats adsorbierte. Bei hohem Sulfidgehalt dominierte die Bildung von Fe-Sulfidmineralen, welche aufgrund der geringen Sorptionskapazit&#228;t f&#252;r Phosphat zu einem erh&#246;hten P-Verlust f&#252;hrte. Ein erh&#246;htes Sorptionspotenzial f&#252;r Phosphat durch die Zugabe von Kalziumkarbonat k&#246;nnte den Phosphatverlust geringf&#252;gig verringern. Diese Ergebnisse zeigen, dass vivianithaltige Sedimente als Quelle f&#252;r bioverf&#252;gbares Phosphat dienen k&#246;nnen, wenn sich die geochemischen Bedingungen &#228;ndern.   Diese Arbeit liefert neue experimentelle Ans&#228;tze zur Untersuchung und Quantifizierung von Umwandlungs- und Bildungsprozessen von Vivianit. Die Ergebnisse zeigen eine schnelle in-situ Bildungskinetik, w&#228;hrend die Aufl&#246;sung von Vivianit unter den untersuchten Bedingungen langsam verl&#228;uft. Die schnelle in-situ Bildungskinetik deutet darauf hin, dass die Vivianitbildung die P-Retention in Umgebungen mit sowohl schwankenden als auch stabilen geochemischen Bedingungen regulieren kann. Die Ver&#228;nderungen der Kristallstruktur und -morphologie durch isomorphe Substitution erh&#246;hten das Ausma&#223; der Aufl&#246;sung und Umwandlung des Vivianits. Aufgrund der langsamen in-situ Aufl&#246;sung k&#246;nnte Vivianit bei kurzfristigen Umweltst&#246;rungen eine stabile P-Retentionsphase darstellen. Langfristig destabilisierende Bedingungen k&#246;nnten jedoch zu einer vollst&#228;ndigen Aufl&#246;sung f&#252;hren und die P-Retentionskapazit&#228;t des Sediments schw&#228;chen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Vivianit als P-Retentionsphase in salzarmen K&#252;stensedimenten, k&#246;nnten aber auch f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Bildungs- und Umwandlungsprozessen von Vivianit in anderen Umweltsystemen, wie limnischen Sedimenten und B&#246;den in Feuchtgebieten, von Bedeutung sein. Dar&#252;ber hinaus haben diese Ergebnisse Auswirkungen auf andere Forschungsbereiche, wie die Gew&#228;ssersanierung und die industrielle P-R&#252;ckgewinnung. Phosphorus (P) is an essential nutrient for primary production, yet excessive concentrations can lead to eutrophication in aquatic ecosystems. The chemical form in which P is associated within sediments impacts its bioavailability. Under reducing, non-sulfidic conditions, the ferrous phosphate mineral vivianite can play a substantial role in P sequestration in coastal sediments, positively affecting water quality. Despite vivianite's importance in regulating P availability in coastal sediments, its in-situ formation, composition, and stability remain poorly understood. This thesis combines in-situ field experiments with a laboratory study to uncover the (trans)formation processes of vivianite in intertidal sediments and the influence of isomorphic substitution on these processes. The findings offer valuable insights into predicting P cycling in coastal sediments and have implications for industrial applications aimed to close the anthropogenic P cycle.   In the first part of the thesis, a novel approach was developed, using isotopically 57Fe-enriched ferrihydrite mixed with sediment to follow vivianite formation in-situ in intertidal flats. With this new approach, it was possible to show that vivianite can form within seven weeks in intertidal sediments with favorable geochemical conditions. The adsorption of phosphate to ferrihydrite was an essential precursor for the formation of microenvironments upon reductive dissolution, which triggered vivianite formation. While the formed vivianite was only a minor Fe pool (up to 15%), the formed vivianite constituted up to 72% of the P pool based on stoichiometric calculations. These findings highlight that vivianite can play a crucial role in regulating P retention in coastal sediments.   In the environment, vivianite frequently contains other divalent cations, such as manganese (Mn) and magnesium (Mg), which substitute Fe in the crystal structure. The second experiment investigated whether Mn or Mg is preferentially incorporated at varying salinities and how isomorphic substitution alters crystal structure and morphology. The synthesis of nineteen vivianites with varying Mn and/or Mg concentrations at different salinities revealed that, at low ionic strength, both Mn and Mg effectively substitute for Fe in the crystal structure, with a preference for Mn at higher ionic strength. Vivianite has two distinct Fe atom positions. Substitution of Fe by Mn and/or Mg occurred preferentially at the Fe atom position, which can conduct intervalence charge transfer, stabilizing vivianite against oxidation. Thus, isomorphic substitution may directly impact the oxidation behavior of vivianite. Furthermore, isomorphic substitution led to smaller, rougher crystals with lower crystallinity. These observed changes may impact the reactivity of vivianite in natural environments and thus isomorphic substitution should be considered when studying the reactivity of vivianite.   Environmental changes, including sea level rise, may enhance sulfide formation in currently non-sulfidic sediments containing vivianite, leading to thermodynamically unstable conditions for vivianite. The final experiment studied the in-situ stability of unsubstituted and Mn-Mg-substituted vivianite mixed with sea sand and with or without calcium carbonate. The mixes were incubated for 56 days at two intertidal field plots, one with low sulfide concentrations and one with high sulfide concentrations. Incubating unsubstituted and Mn-Mg-substituted vivianite under contrasting sulfide concentrations revealed partial vivianite dissolution, which was significantly enhanced by isomorphic substitution. Most of the remaining mineral phase was still characterized as vivianite, indicating that some vivianite persisted over the experimental duration. At low sulfide conditions, green rust minerals were the major transformation product, likely adsorbing some of the released phosphate. Fe-sulfide mineral formation dominated at the high sulfide plot, resulting in an enhanced P loss from the mesh bags due to their low sorption capacity for phosphate. The presence of calcium carbonate as a phosphate sorption site lowered moderately phosphate loss. These findings demonstrate that sediments containing vivianite may serve as a source of bioavailable phosphate when geochemical conditions change.   This thesis provides new experimental approaches to study and quantify vivianite (trans)formation processes in-situ. The findings highlighted fast in-situ formation kinetics, while in-situ vivianite dissolution was slow under studied conditions. Fast in-situ formation kinetics suggest that vivianite formation may regulate P retention in environments with both fluctuating and stable geochemical conditions. By changing crystal structure and morphology, isomorphic substitution increased the dissolution and transformation extent. However, due to observed slow in-situ dissolution, vivianite may be a stable P retention phase under short-term environmental perturbations. Nevertheless, long-term destabilizing conditions might result in complete dissolution and weaken the sedimentary P retention capacity. While the findings emphasize the significance of vivianite as a P retention phase in low-saline coastal sediments, they may also be applicable to understanding vivianite (trans)formation processes in other environmental systems, such as limnic sediments and wetland soils. Additionally, these results have implications for other research fields, such as water quality remediation and industrial P recovery. </dc:description>
    <dc:subject>iron biogeochemistry</dc:subject>
    <dc:subject>info:eu-repo/classification/ddc/550</dc:subject>
    <dc:subject>Phosphorus cycling</dc:subject>
    <dc:subject>Coastal biogeochemistry</dc:subject>
    <dc:subject>X-ray absorption spectroscopy</dc:subject>
    <dc:subject>Laboratory experiments</dc:subject>
    <dc:subject>VIVIANITE (MINERALOGY)</dc:subject>
    <dc:subject>Field experiments</dc:subject>
    <dc:subject>6. Clean water</dc:subject>
    <dc:subject>M&#246;ssbauer Spectroscopy</dc:subject>
    <dc:subject>Earth sciences</dc:subject>
    <dc:subject>X-Ray Diffraction</dc:subject>
    <dc:subject>13. Climate action</dc:subject>
    <dc:subject>IRON PHOSPHATES (INORGANIC CHEMISTRY)</dc:subject>
    <dc:subject>14. Life underwater</dc:subject>
    <dc:subject>iron minerals</dc:subject>
    <dc:subject>mineral transformation</dc:subject>
    <dc:subject>Redox geochemistry</dc:subject>
    <dc:creator>Kubeneck, Luisa Jo&#235;lle</dc:creator>
    <dc:date>2024-01-01</dc:date>
    <dc:type>journalpaper</dc:type>
    <dct:abstract>unspecifiedPhosphor (P) ist ein wesentlicher N&#228;hrstoff f&#252;r die Prim&#228;rproduktion in aqautischen &#214;kosystemen, aber &#252;berm&#228;&#223;iger P Eintrag kann zur Eutrophierung dieser &#214;kosysteme f&#252;hren. Wie P in Sedimenten gebunden ist, wirkt sich auf dessen Bioverf&#252;gbarkeit aus. Unter reduzierenden, sulfid-freien Bedingungen kann das eisenhaltige Phosphatmineral Vivianit eine wesentliche Rolle bei der P-Bindung in K&#252;stensedimenten spielen und somit die Wasserqualit&#228;t positiv beeinflussen. Trotz der Bedeutung von Vivianit f&#252;r die Regulierung der P-Verf&#252;gbarkeit in K&#252;stensedimenten sind die in-situ Bildung, Zusammensetzung und Stabilit&#228;t von Vivianit nur unzureichend untersucht. In dieser Doktorarbeit wurden Feldexperimente mit einer Laborstudie kombiniert, um die Bildungs- und Umwandlungsprozesse von Vivianit in gezeitenbeeinflussten Sedimenten und den Einfluss der isomorphen Substitution auf diese Prozesse aufzudecken. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Einblicke in die Prozesse des P-Kreislaufs in K&#252;stensedimenten und sind bedeutend f&#252;r die Entwicklung industrieller Anwendungen, die darauf abzielen, den anthropogenen P-Kreislauf zu schlie&#223;en.   Im ersten Teil der Arbeit wurde eine Methode entwickelt, bei der isotopisch 57Fe-markiertes Ferrihydrit mit dem Sediment vermischt wurde, um die Vivianitbildung in-situ in gezeitenbeeinflussten Sedimenten zu verfolgen. Mit dieser Methode konnte gezeigt werden, dass sich Vivianit innerhalb von sieben Wochen in gezeitenbeeinflussten Sedimenten mit g&#252;nstigen geochemischen Bedingungen bilden kann. Die Adsorption von Phosphat an Ferrihydrit war ein wesentlicher Vorl&#228;ufer f&#252;r die Bildung von Vivianit. Die reduktive Aufl&#246;sung des Ferrihydrits bildete wahrscheinlich lokale Bedingen, welche n&#246;tig waren, um die Vivianitbildung auszul&#246;sen. W&#228;hrend das gebildete Vivianit nur ein kleiner Teil des Eisen (Fe)-Pools war (bis zu 15%), machte es bis zu 72% des P-Pools aus basierend auf st&#246;chiometrischen Berechnungen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Vivianit eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der P-Retention in K&#252;stensedimenten spielen kann.   In der Umwelt enth&#228;lt Vivianit h&#228;ufig andere zweiwertige Kationen, wie Mangan (Mn) und Magnesium (Mg), die in der Kristallstruktur Fe ersetzen. Im zweiten Experiment wurde untersucht, ob Mn oder Mg bei unterschiedlichen Salzgehalten bevorzugt eingebaut wird und wie die isomorphe Substitution die Kristallstruktur und Morphologie ver&#228;ndert. Die Synthese von neunzehn Vivianiten mit unterschiedlichen Mn- und/oder Mg-Konzentrationen bei verschiedenen Salzgehalten ergab, dass bei niedriger Ionenst&#228;rke sowohl Mn als auch Mg Fe in der Kristallstruktur gleichwertig ersetzen k&#246;nnen, wobei Mn bei h&#246;herer Ionenst&#228;rke bevorzugt wurde. Vivianit weist zwei unterschiedliche Fe-Atompositionen auf. Die Substitution von Fe durch Mn und/oder Mg fand vorzugsweise an der Atomposition statt, welche Elektronentransfer ausf&#252;hren kann, wodurch Vivianit gegen Oxidation stabilisiert wird. Somit kann sich die isomorphe Substitution wahrscheinlich direkt auf das Oxidationsverhalten von Vivianit auswirken. Au&#223;erdem f&#252;hrte die isomorphe Substitution zu kleineren, raueren Kristallen mit geringerer Kristallinit&#228;t. Diese beobachteten Ver&#228;nderungen k&#246;nnten sich auf die Reaktivit&#228;t von Vivianit in der Umwelt auswirken, weshalb die isomorphe Substitution bei der Untersuchung der Reaktivit&#228;t von Vivianit ber&#252;cksichtigt werden sollte.   Umweltver&#228;nderungen, einschlie&#223;lich des Anstiegs des Meeresspiegels, k&#246;nnten die Bildung von Sulfid in derzeit nicht sulfidischen Sedimenten, die Vivianit enthalten, verst&#228;rken und zu thermodynamisch instabilen Bedingungen f&#252;r Vivianit f&#252;hren. Das letzte Experiment untersuchte die in-situ Stabilit&#228;t von unsubstituiertem und Mn-Mg-substituiertem Vivianit, gemischt mit Meeressand und mit oder ohne die Zugabe von Kalziumkarbonat. Die Mischungen wurden 56 Tage lang in zwei Gezeitenzonen inkubiert, von denen ein Standort eine niedrige und der andere eine hohe Sulfidkonzentration aufwies. Die Inkubation von unsubstituiertem und Mn-Mg-substituiertem Vivianit bei unterschiedlichen Sulfidkonzentrationen ergab eine teilweise Aufl&#246;sung von Vivianit, die durch die isomorphe Substitution deutlich verst&#228;rkt wurde. Der gr&#246;&#223;te Teil der verbleibenden Mineralphase wurde weiterhin als Vivianit charakterisiert, was darauf hindeutet, dass ein Teil des Vivianits &#252;ber die Versuchsdauer erhalten blieb. Bei niedrigen Sulfidkonzentrationen war Gr&#252;ner Rost das Hauptumwandlungsprodukt, das wahrscheinlich einen Teil des freigesetzten Phosphats adsorbierte. Bei hohem Sulfidgehalt dominierte die Bildung von Fe-Sulfidmineralen, welche aufgrund der geringen Sorptionskapazit&#228;t f&#252;r Phosphat zu einem erh&#246;hten P-Verlust f&#252;hrte. Ein erh&#246;htes Sorptionspotenzial f&#252;r Phosphat durch die Zugabe von Kalziumkarbonat k&#246;nnte den Phosphatverlust geringf&#252;gig verringern. Diese Ergebnisse zeigen, dass vivianithaltige Sedimente als Quelle f&#252;r bioverf&#252;gbares Phosphat dienen k&#246;nnen, wenn sich die geochemischen Bedingungen &#228;ndern.   Diese Arbeit liefert neue experimentelle Ans&#228;tze zur Untersuchung und Quantifizierung von Umwandlungs- und Bildungsprozessen von Vivianit. Die Ergebnisse zeigen eine schnelle in-situ Bildungskinetik, w&#228;hrend die Aufl&#246;sung von Vivianit unter den untersuchten Bedingungen langsam verl&#228;uft. Die schnelle in-situ Bildungskinetik deutet darauf hin, dass die Vivianitbildung die P-Retention in Umgebungen mit sowohl schwankenden als auch stabilen geochemischen Bedingungen regulieren kann. Die Ver&#228;nderungen der Kristallstruktur und -morphologie durch isomorphe Substitution erh&#246;hten das Ausma&#223; der Aufl&#246;sung und Umwandlung des Vivianits. Aufgrund der langsamen in-situ Aufl&#246;sung k&#246;nnte Vivianit bei kurzfristigen Umweltst&#246;rungen eine stabile P-Retentionsphase darstellen. Langfristig destabilisierende Bedingungen k&#246;nnten jedoch zu einer vollst&#228;ndigen Aufl&#246;sung f&#252;hren und die P-Retentionskapazit&#228;t des Sediments schw&#228;chen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Vivianit als P-Retentionsphase in salzarmen K&#252;stensedimenten, k&#246;nnten aber auch f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Bildungs- und Umwandlungsprozessen von Vivianit in anderen Umweltsystemen, wie limnischen Sedimenten und B&#246;den in Feuchtgebieten, von Bedeutung sein. Dar&#252;ber hinaus haben diese Ergebnisse Auswirkungen auf andere Forschungsbereiche, wie die Gew&#228;ssersanierung und die industrielle P-R&#252;ckgewinnung. </dct:abstract>
    <dct:abstract>unspecifiedPhosphor (P) ist ein wesentlicher N&#228;hrstoff f&#252;r die Prim&#228;rproduktion in aqautischen &#214;kosystemen, aber &#252;berm&#228;&#223;iger P Eintrag kann zur Eutrophierung dieser &#214;kosysteme f&#252;hren. Wie P in Sedimenten gebunden ist, wirkt sich auf dessen Bioverf&#252;gbarkeit aus. Unter reduzierenden, sulfid-freien Bedingungen kann das eisenhaltige Phosphatmineral Vivianit eine wesentliche Rolle bei der P-Bindung in K&#252;stensedimenten spielen und somit die Wasserqualit&#228;t positiv beeinflussen. Trotz der Bedeutung von Vivianit f&#252;r die Regulierung der P-Verf&#252;gbarkeit in K&#252;stensedimenten sind die in-situ Bildung, Zusammensetzung und Stabilit&#228;t von Vivianit nur unzureichend untersucht. In dieser Doktorarbeit wurden Feldexperimente mit einer Laborstudie kombiniert, um die Bildungs- und Umwandlungsprozesse von Vivianit in gezeitenbeeinflussten Sedimenten und den Einfluss der isomorphen Substitution auf diese Prozesse aufzudecken. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Einblicke in die Prozesse des P-Kreislaufs in K&#252;stensedimenten und sind bedeutend f&#252;r die Entwicklung industrieller Anwendungen, die darauf abzielen, den anthropogenen P-Kreislauf zu schlie&#223;en.   Im ersten Teil der Arbeit wurde eine Methode entwickelt, bei der isotopisch 57Fe-markiertes Ferrihydrit mit dem Sediment vermischt wurde, um die Vivianitbildung in-situ in gezeitenbeeinflussten Sedimenten zu verfolgen. Mit dieser Methode konnte gezeigt werden, dass sich Vivianit innerhalb von sieben Wochen in gezeitenbeeinflussten Sedimenten mit g&#252;nstigen geochemischen Bedingungen bilden kann. Die Adsorption von Phosphat an Ferrihydrit war ein wesentlicher Vorl&#228;ufer f&#252;r die Bildung von Vivianit. Die reduktive Aufl&#246;sung des Ferrihydrits bildete wahrscheinlich lokale Bedingen, welche n&#246;tig waren, um die Vivianitbildung auszul&#246;sen. W&#228;hrend das gebildete Vivianit nur ein kleiner Teil des Eisen (Fe)-Pools war (bis zu 15%), machte es bis zu 72% des P-Pools aus basierend auf st&#246;chiometrischen Berechnungen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Vivianit eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der P-Retention in K&#252;stensedimenten spielen kann.   In der Umwelt enth&#228;lt Vivianit h&#228;ufig andere zweiwertige Kationen, wie Mangan (Mn) und Magnesium (Mg), die in der Kristallstruktur Fe ersetzen. Im zweiten Experiment wurde untersucht, ob Mn oder Mg bei unterschiedlichen Salzgehalten bevorzugt eingebaut wird und wie die isomorphe Substitution die Kristallstruktur und Morphologie ver&#228;ndert. Die Synthese von neunzehn Vivianiten mit unterschiedlichen Mn- und/oder Mg-Konzentrationen bei verschiedenen Salzgehalten ergab, dass bei niedriger Ionenst&#228;rke sowohl Mn als auch Mg Fe in der Kristallstruktur gleichwertig ersetzen k&#246;nnen, wobei Mn bei h&#246;herer Ionenst&#228;rke bevorzugt wurde. Vivianit weist zwei unterschiedliche Fe-Atompositionen auf. Die Substitution von Fe durch Mn und/oder Mg fand vorzugsweise an der Atomposition statt, welche Elektronentransfer ausf&#252;hren kann, wodurch Vivianit gegen Oxidation stabilisiert wird. Somit kann sich die isomorphe Substitution wahrscheinlich direkt auf das Oxidationsverhalten von Vivianit auswirken. Au&#223;erdem f&#252;hrte die isomorphe Substitution zu kleineren, raueren Kristallen mit geringerer Kristallinit&#228;t. Diese beobachteten Ver&#228;nderungen k&#246;nnten sich auf die Reaktivit&#228;t von Vivianit in der Umwelt auswirken, weshalb die isomorphe Substitution bei der Untersuchung der Reaktivit&#228;t von Vivianit ber&#252;cksichtigt werden sollte.   Umweltver&#228;nderungen, einschlie&#223;lich des Anstiegs des Meeresspiegels, k&#246;nnten die Bildung von Sulfid in derzeit nicht sulfidischen Sedimenten, die Vivianit enthalten, verst&#228;rken und zu thermodynamisch instabilen Bedingungen f&#252;r Vivianit f&#252;hren. Das letzte Experiment untersuchte die in-situ Stabilit&#228;t von unsubstituiertem und Mn-Mg-substituiertem Vivianit, gemischt mit Meeressand und mit oder ohne die Zugabe von Kalziumkarbonat. Die Mischungen wurden 56 Tage lang in zwei Gezeitenzonen inkubiert, von denen ein Standort eine niedrige und der andere eine hohe Sulfidkonzentration aufwies. Die Inkubation von unsubstituiertem und Mn-Mg-substituiertem Vivianit bei unterschiedlichen Sulfidkonzentrationen ergab eine teilweise Aufl&#246;sung von Vivianit, die durch die isomorphe Substitution deutlich verst&#228;rkt wurde. Der gr&#246;&#223;te Teil der verbleibenden Mineralphase wurde weiterhin als Vivianit charakterisiert, was darauf hindeutet, dass ein Teil des Vivianits &#252;ber die Versuchsdauer erhalten blieb. Bei niedrigen Sulfidkonzentrationen war Gr&#252;ner Rost das Hauptumwandlungsprodukt, das wahrscheinlich einen Teil des freigesetzten Phosphats adsorbierte. Bei hohem Sulfidgehalt dominierte die Bildung von Fe-Sulfidmineralen, welche aufgrund der geringen Sorptionskapazit&#228;t f&#252;r Phosphat zu einem erh&#246;hten P-Verlust f&#252;hrte. Ein erh&#246;htes Sorptionspotenzial f&#252;r Phosphat durch die Zugabe von Kalziumkarbonat k&#246;nnte den Phosphatverlust geringf&#252;gig verringern. Diese Ergebnisse zeigen, dass vivianithaltige Sedimente als Quelle f&#252;r bioverf&#252;gbares Phosphat dienen k&#246;nnen, wenn sich die geochemischen Bedingungen &#228;ndern.   Diese Arbeit liefert neue experimentelle Ans&#228;tze zur Untersuchung und Quantifizierung von Umwandlungs- und Bildungsprozessen von Vivianit. Die Ergebnisse zeigen eine schnelle in-situ Bildungskinetik, w&#228;hrend die Aufl&#246;sung von Vivianit unter den untersuchten Bedingungen langsam verl&#228;uft. Die schnelle in-situ Bildungskinetik deutet darauf hin, dass die Vivianitbildung die P-Retention in Umgebungen mit sowohl schwankenden als auch stabilen geochemischen Bedingungen regulieren kann. Die Ver&#228;nderungen der Kristallstruktur und -morphologie durch isomorphe Substitution erh&#246;hten das Ausma&#223; der Aufl&#246;sung und Umwandlung des Vivianits. Aufgrund der langsamen in-situ Aufl&#246;sung k&#246;nnte Vivianit bei kurzfristigen Umweltst&#246;rungen eine stabile P-Retentionsphase darstellen. Langfristig destabilisierende Bedingungen k&#246;nnten jedoch zu einer vollst&#228;ndigen Aufl&#246;sung f&#252;hren und die P-Retentionskapazit&#228;t des Sediments schw&#228;chen. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Vivianit als P-Retentionsphase in salzarmen K&#252;stensedimenten, k&#246;nnten aber auch f&#252;r das Verst&#228;ndnis von Bildungs- und Umwandlungsprozessen von Vivianit in anderen Umweltsystemen, wie limnischen Sedimenten und B&#246;den in Feuchtgebieten, von Bedeutung sein. Dar&#252;ber hinaus haben diese Ergebnisse Auswirkungen auf andere Forschungsbereiche, wie die Gew&#228;ssersanierung und die industrielle P-R&#252;ckgewinnung. Phosphorus (P) is an essential nutrient for primary production, yet excessive concentrations can lead to eutrophication in aquatic ecosystems. The chemical form in which P is associated within sediments impacts its bioavailability. Under reducing, non-sulfidic conditions, the ferrous phosphate mineral vivianite can play a substantial role in P sequestration in coastal sediments, positively affecting water quality. Despite vivianite's importance in regulating P availability in coastal sediments, its in-situ formation, composition, and stability remain poorly understood. This thesis combines in-situ field experiments with a laboratory study to uncover the (trans)formation processes of vivianite in intertidal sediments and the influence of isomorphic substitution on these processes. The findings offer valuable insights into predicting P cycling in coastal sediments and have implications for industrial applications aimed to close the anthropogenic P cycle.   In the first part of the thesis, a novel approach was developed, using isotopically 57Fe-enriched ferrihydrite mixed with sediment to follow vivianite formation in-situ in intertidal flats. With this new approach, it was possible to show that vivianite can form within seven weeks in intertidal sediments with favorable geochemical conditions. The adsorption of phosphate to ferrihydrite was an essential precursor for the formation of microenvironments upon reductive dissolution, which triggered vivianite formation. While the formed vivianite was only a minor Fe pool (up to 15%), the formed vivianite constituted up to 72% of the P pool based on stoichiometric calculations. These findings highlight that vivianite can play a crucial role in regulating P retention in coastal sediments.   In the environment, vivianite frequently contains other divalent cations, such as manganese (Mn) and magnesium (Mg), which substitute Fe in the crystal structure. The second experiment investigated whether Mn or Mg is preferentially incorporated at varying salinities and how isomorphic substitution alters crystal structure and morphology. The synthesis of nineteen vivianites with varying Mn and/or Mg concentrations at different salinities revealed that, at low ionic strength, both Mn and Mg effectively substitute for Fe in the crystal structure, with a preference for Mn at higher ionic strength. Vivianite has two distinct Fe atom positions. Substitution of Fe by Mn and/or Mg occurred preferentially at the Fe atom position, which can conduct intervalence charge transfer, stabilizing vivianite against oxidation. Thus, isomorphic substitution may directly impact the oxidation behavior of vivianite. Furthermore, isomorphic substitution led to smaller, rougher crystals with lower crystallinity. These observed changes may impact the reactivity of vivianite in natural environments and thus isomorphic substitution should be considered when studying the reactivity of vivianite.   Environmental changes, including sea level rise, may enhance sulfide formation in currently non-sulfidic sediments containing vivianite, leading to thermodynamically unstable conditions for vivianite. The final experiment studied the in-situ stability of unsubstituted and Mn-Mg-substituted vivianite mixed with sea sand and with or without calcium carbonate. The mixes were incubated for 56 days at two intertidal field plots, one with low sulfide concentrations and one with high sulfide concentrations. Incubating unsubstituted and Mn-Mg-substituted vivianite under contrasting sulfide concentrations revealed partial vivianite dissolution, which was significantly enhanced by isomorphic substitution. Most of the remaining mineral phase was still characterized as vivianite, indicating that some vivianite persisted over the experimental duration. At low sulfide conditions, green rust minerals were the major transformation product, likely adsorbing some of the released phosphate. Fe-sulfide mineral formation dominated at the high sulfide plot, resulting in an enhanced P loss from the mesh bags due to their low sorption capacity for phosphate. The presence of calcium carbonate as a phosphate sorption site lowered moderately phosphate loss. These findings demonstrate that sediments containing vivianite may serve as a source of bioavailable phosphate when geochemical conditions change.   This thesis provides new experimental approaches to study and quantify vivianite (trans)formation processes in-situ. The findings highlighted fast in-situ formation kinetics, while in-situ vivianite dissolution was slow under studied conditions. Fast in-situ formation kinetics suggest that vivianite formation may regulate P retention in environments with both fluctuating and stable geochemical conditions. By changing crystal structure and morphology, isomorphic substitution increased the dissolution and transformation extent. However, due to observed slow in-situ dissolution, vivianite may be a stable P retention phase under short-term environmental perturbations. Nevertheless, long-term destabilizing conditions might result in complete dissolution and weaken the sedimentary P retention capacity. While the findings emphasize the significance of vivianite as a P retention phase in low-saline coastal sediments, they may also be applicable to understanding vivianite (trans)formation processes in other environmental systems, such as limnic sediments and wetland soils. Additionally, these results have implications for other research fields, such as water quality remediation and industrial P recovery. </dct:abstract>
    <dc:title>Vivianite formation and transformation processes in intertidal sediments and the influence of isomorphic substitution</dc:title>
    <dc:identifier>10.3929/ethz-b-000663192</dc:identifier>
    <dct:references>https://doi.org/10.3929/ethz-b-000663192</dct:references>
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